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Nun geht die Sammelzeit los und ich möchte Euch mein Halbjahresprogramm bis zu den Sommerferien vorstellen. Dieses Jahr habe ich mich dafür entschieden,  Führungen über die Volkshochschulen anzubieten. Das heißt man muss sich dann über die jeweilige Volkshochschule  zu den Kursen anmelden.   Die Übersicht dieser Veranstaltungen findet man bei den Terminen.
Individuelle Kurse, Führungen oder Veranstaltungen können über das Kontaktformular angrfragt werden.

Im Moment ist noch unklar, wann man wieder in Gruppen draußen sein darf. Deshalb sind die Angebote von den momentanen Corona - Verordnungen abhängig.

Mit Sicherheit kann ich sagen, dass ich mich sehr freue, wenn ich wieder mit „Wildpflanzenliebhabern“ unterwegs sein darf!!!

Jetzt kann ich die Pflanzen nur auf diesem Weg vorstellen. Im Moment blüht die purpurrote Taubnessel. Eine Vorstellung der Pflanze findet man im Anhang.

Bis dahin wünsche ich Euch Gesundheit, Zuversicht und ein starkes Immunsystem!!

1. März 2021
 

Aktuelles Pflanzenportrait

 

Die purpurrote Taubnessel

 

Sobald der Schnee schmilzt und die Pflanzen das erste Wasser aufsaugen können, erfreuen die ersten Frühlingsboten unser Herz und das Auge. Hoffnung auf Licht und Farben machen sich dann breit und wir beginnen uns auf den Frühling einzustellen. Ende Januar kann man da schon sein Sammelkörbchen aus der Ecke holen und sich auf den Weg machen, die ersten schmackhaften Wildkräuter zu suchen.

Sehr früh im Jahr blüht die purpurfarbene Taubnessel. Der Nektar der purpurroten Taubnessel ist bei den Hummeln sehr beliebt, weil sonst kaum schon etwas blüht. Diese früh erscheinende Pflanze ist eine vitaminreiche Beigabe für Wildspinat, Salate und Smoothies. In früheren Zeiten wurden die jungen Triebe gesammelt und wie Spinat verarbeitet. Allerdings bringt die Taubnessel nicht so viel Eigengeschmack mit und kann mit Spitzwegerich oder dem Schaumkraut (Wiesensenf) gemischt werden.

Die allgemeine Vorstellung, dass die Taubnessel eine Art Brennnessel ohne Brennhaare sei, stimmt allerdings nicht. Die beiden Pflanzen haben außer der Blattform nichts gemeinsam. Die Taubnesseln gehören zu den Lippenblütlern, die Brennnesseln zu den Brennnesselgewächsen.

Es gibt noch zwei weitere Taubnesselarten, die später blühen. Das ist die weiße Taubnessel, welche später im Jahr erblüht und die noch später kommende Goldnessel. Alle Nesseln sind essbar. Die Blätter der Goldnessel sind allerdings härter wie die zarten Triebe der purpurroten Taubnessel. Die Blüten können allesamt zur Dekoration von Speisen verwendet werden und mancher erinnert sich daran, den Nektar der Goldnessel schon einmal wie eine Biene aus der Blüte gesaugt zu haben.

In früheren Zeiten dachten die Menschen, die Taubnessel habe ähnliche Inhaltsstoffe wie die medizinisch in vielerlei Hinsicht wirksamere Brennnessel. So wurde die Taubnessel  gegen mancherlei Wehwehchen eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Heilpflanzen ist die Wirkung jedoch eher schwach. Der Tee aus dem blühenden Kraut wurde zum Beispiel als Mittel bei Wechseljahrsbeschwerden wie Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen gepriesen, was darin begründet ist, dass die verschiedenen Taubnesseln eine geringe Menge eines hormonähnlichen Stoffes in sich tragen. Das ist auch der Grund, warum man Taubnesseltee bei Menstruationsbeschwerden trank. Heutzutage ist die Pflanze jedoch diesbezüglich in Vergessenheit geraten, weil der Rotklee wesentlich wirkkräftiger ist.

Man verwendete die als Mus bearbeiteten Blätter der Taubnessel als Umschlag bei Krampfadern. Tatsächlich wirkt die Taubnessel wie alle Lippenblütler leicht entzündungshemmend.

Insgesamt kann man die Taubnessel als eine sanfte Heilpflanze betrachten, die aufgrund ihrer schwachen Wirkweise relativ ungefährlich ist. Auf jeden Fall liefert die Pflanze wie alle „ Wilden“ viel Chlorophyll oder auch Blattgrün genannt. Das ist der grüne Farbstoff der von Pflanzen gebildet wird um das Licht „einzufangen“. Mit dem Licht bildet die Pflanze dann Energie, oder einfach gesagt  Zucker. „ Grünzeug“  aus dem Gewächshaus liefert viel weniger Chlorophyll. Für uns Menschen ist Chlorophyll  hilfreich beim Aufbau neuer Blutzellen. Es unterstützt die Entgiftung  und fördert die Regeneration von Zellen. Außerdem unterstützt das Chlorophyll die Wundheilung, sorgt für  einen regelmässigen Stuhlgang und  für einen angenehmen Körpergeruch.

Darum sind die grünen Frühlingsstarter eine besonders wertvolle Ergänzung unseres Speiseplanes und vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit.

„Das Auge isst mit“. Zur Verzierung von Speisen,insbesondere Desserts, verwendet, toppen die kleinen Lippenblüten mit ihrer pinken Farbe, jedes Dessert.

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